Feuersbrunst
Alles siecht dahin,
mit ein wenig Glyzerin.
Pack noch Nitro mit hinein,
hell erleuchtets wie ein Schein.
Glimmen, brennen und noch zünden,
sollten alle schnell verschwinden.
Funkenflug, durchbricht die Nacht.
Die Feuersbrunst ist nun erwacht.
Will das Fleisch von Knochen schälen.
Schreie sich durch Nebel quälen.
Teile, fliegen durch die Luft,
landen alle in der Gruft
Lichterloh, bald ist´s vorbei
Stille nun, man hört kein Schrei.
love is in the air
Das neue Jahr uns läutet ein,
blühen, wachsen und gedeihn.
Grüne wogen überziehn die Hügel,
im Geäst flatterts aufgeregt mit Flügeln.
Am Zaun da lehnt ein Bub daher,
macht schöne Augen, dem Fräulein sehr.
Des Fräuleins Brüste, straff im Mieder,
hüpfen leicht auf und nieder.
Dem Büblein der Anblick wohl sehr gefällt,
das Rouge auf ihren Wangen sich erhellt.
Er küsst die Hand, sie ist entzückt,
was das Büblein sehr beglückt.
Der Bube streift nun ab ihr Kleid,
das süße Mädchen ist bereit.
Auch wenn´s dem Bube sehr gefiel,
war es doch nur ein Gedankenspiel.
Nichts bleibt heil, mit dem Beil
Splittern, knacken,
zerstückeln, hacken,
biegen, brechen,
schlagen, stechen,
kratzen, schlitzen,
filetieren, ritzen,
teilen bis es knaxt
ich und meine Axt.
Die Ziege
Als die Eltern das Haus verlassen,
eine Magd wird auf das Kind aufpassen.
Da liegt es nun so ganz allein,
ängstlich und einsam im Mondenschein.
Dunkle Schatten über Tür und Fenster streichen,
das Kindlein winselt, doch es wird nicht weichen.
Schatten über Wand und Decke,
rote Augen schimmern aus der Ecke.
Starr im Angesicht der dunklen Schwingen,
die Schatten es nun leis umschlingen.
Das Kindlein mit dem Atem ringt,
der Schrei in Unendlichkeit versinkt.
Fahl das Antlitz, die rosa Haut sie schwint,
der Lebenshauch aus dem Kindlein rinnt.
Das Kindlein liegt nun da im Sterben,
verstummt sein Dasein hier auf Erden.
Fleisch *Reaktion auf die gräulichen Taten des Kannibalen von Rotenburg
Auf der Suche nach dem medialen Feuer,
reift in mir das Ungeheuer.
Mich erreichte hier ein Erdenwurm.
In meinem Aug die Zähre wie ein Strum.
Nun trafen wir uns zum Abendmahl,
mit einem Griff schnitt ich ab den Hosenpfahl.
Ein stiller Schrei im Schmerze ihn umschlingt.
In mir der Kannibale nun entspringt.
Winselnd bat er mich´s zu beenden,
ich nahm die Klinge mit beiden Händen.
Ewig sag ich mich im Bildberichte.
Schlachten ist nun jedoch Geschichte.
Nachtwesen
Aurora ist dem Tag noch fern,
es fehlt die Spur von jedem Stern.
Die Dunkelheit umschlingt die Nacht,
der Schattengeist ist nun erwacht.
Der Tode kommt auf leisen Sohlen,
will das fromme Fleisch sich holen.
Mit Gier wird´s sich am Halse laben,
den süßen Lebensneckter will er haben.
Doch eh das Menschenkinde sich besinnt,
das Blut ihr aus dem Hales rinnt.
Da liegt es nun auf kaltem Boden,
und ihn verlässt der warme Odem.
Das bleiche Wesen schwebt über ihr,
Fahl und bleich der alte Vampir.
Der Griff
Die Farben spielen, prächtig, wild,
hinauf die Wand – das war sein Bild.
Der Griff, der sonst so sicher hält,
verrät ihn, stürzt ihn aus der Welt.
Ein Schrei noch, kurz – dann bleibt es stumm,
und bringt den besten Kletterer um.
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